Digital Picture Exchange (DPX)

DPX ist das heute in der Schweiz noch übliche Dateiformat für die Spielfilmproduktion, das aber in Hollywood immer mehr von Formaten wie OpenEXR abgelöst wird.

Es ist nicht linear oder logarithmisch: Es bietet vier Grundkodierungsmethoden, die oft proprietär implementiert wurden und zudem teils schlecht bis gar nicht dokumentiert sind:

  • «linear-light scene-referred encoding»
  • «gamma encoding» (auch «power-law encoding» oder «DIT-linear encoding» genannt)
  • «log RGB encoding» (auch «quasi-log encoding» genannt)
  • «log neg encoding» (auch «Cineon printing density encoding» genannt)

Und die reale Welt der Implementierungen entspricht leider nicht immer der theoretischen Welt der Normen.

DPX kann für die Archivierung nur bedingt empfohlen werden, weil es unnötigerweise komplex ist und nur bedingt normiert wurde. Eine Alternative bestünde in der Kodierung des DPX-Inhaltes mittels FFV1-Codecs und der Ablegung in einem Matroska-Container. Damit würde man übrigens auch zwei Drittel des Speicherbedarfs reduzieren.

Bibliografie

  • Dave Bancroft: «The Digital Picture Exchange File Format», in Brad Gilmer (ed.): File Interchange Handbook for Images, Audio and Metadata, Focal Press, Nex York NY and London 2013, p. 61–99
  • Bob Friesenhahn: SMPTE 268M (DPX) Byte Order Issues, 2006–08–22 [PDF, 86 KB]
  • Bob Friesenhahn: SMPTE 268M-2003 Specification Inadequacies, 2005–12–03 [PDF, 74 KB]
  • James D. Murray, William Van Ryper: Encyclopedia of Graphics File Formats. 2nd Edition, O’Reilly & Associates, Sebastopol CA 1996 [Teil «DPX File Format Summary»]

Normen

SMPTE ST 268M:2014
SMPTE Standard for File Format for Digital Moving-Picture Exchange (DPX), Version 2.0, Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE), 2014
[Diese Norm steht leider nicht unentgeltlich zur Verfügung.]

2017–08–20